Die Stimmung bei deinem ersten Padelplatz-Match ist geprägt von Besonderheiten, Nervenkitzel und Durcheinander

Beim Betreten eines outdoor padelplatz zum ersten Mal fühlt man sofort, dass etwas Besonderes bevorsteht. Das Wort klingt für absolute Anfänger seltsam, fast als wäre es nach einer wilden Nacht von einem entfernten Verwandten von Tennis und Squash entstanden. Die Situation wird visualisiert: vier Wände (davon drei aus Glas, eine aus Maschenmaterial), ein tief liegendes Netz und ein Schläger, der eher an ein Küchenutensil als an ein typisches Sportgerät erinnert. Höfliche Ballwechsel sind nicht realistisch – Padel ist laut, eng und jeder ist involviert.

Die Auswahl des Padelplatzes ist entscheidend. Mancherorts gibt es Kunstrasen, der die Schuhe in Raketenantriebe verwandelt. Andere bestehen aus hartem Belag, der schnelle Bewegungen und einen festeren Absprung ermöglicht. Jeder hat seine eigene Meinung, aber um es zu klären, muss man beide Möglichkeiten testen. Die Zäune aus Stahl und Glas sind nicht nur zur Dekoration da, also lass dich nicht täuschen. Ist das echte Magie? Ein Ball wird geschmettert, man beobachtet, wie er vom Glas abprallt, und reagiert instinktiv. Es fühlt sich an wie Schachspielen auf einem Trampolin.

Hast du schon mal versucht, bei direkter Sonneneinstrahlung zu servieren? Oder ist es besser, mit Glühbirnen zu spielen, die blasser sind als ein Spukhaus? Gute Beleuchtung ist von unschätzbarem Wert. Vertraue mir. Mein erstes Spiel bei schwachem Flutlicht war einfach: “Jetzt siehst du es, jetzt nicht.” Die Schläge verschwanden sofort im Dunkeln. Eine Unterrichtseinheit? Finde einen gut beleuchteten Ort, um deine eigenen Fehler zu erkennen. Nur wenn du dich für die Rolle eines Superhelden in einer Ursprungsgeschichte bewirbst.

Jede Nutzergruppe hat ihren eigenen Padelplatz. Eine Gruppe von Anfängern diskutiert während des Spiels über die genauen Regeln. Dann entdeckst du die Veteranen mit ihren ausgeklügelten Gesten und Running Gags. Es ist üblich, beim ersten Versuch schüchtern zu sein. Es ist der freundlichste Ort, an dem du nervös wirst. Erwarte, dass dir Leute, die vor fünf Minuten noch Fremde waren, High Fives geben, dich lautstark anfeuern und zufällige Bemerkungen machen.

Manchmal sind die Schwierigkeiten im Detail verborgen. Auch die Vorsichtigsten können durch glitschige Rasenecken und lockere Maschendrahtzäune aus der Fassung geraten. Schmutzige und schlammige Bälle sind nicht hilfreich. Frag ruhig nach einem anderen Platz – vermutlich dachten auch andere daran.

Der Ort, an dem du spielst, ist wirklich wichtig. Zwei Plätze, die nah beieinander lagen, fielen mir auf: Der eine war immer voll, der andere leer. Es könnte an der Snackbar nach dem Spiel, an der Brise oder den besseren Witzen der Stammgäste liegen. Nach ein oder zwei Besuchen wirst du es herausfinden.

Über das Wetter möchte ich gar nicht erst sprechen. Ich habe Volleyball unter Sonnenschein und auch bei leichtem Nieselregen gespielt. Ein nasses Glas verwandelt jeden Wurf in ein Flipper-Abenteuer. Bewahre deine Ruhe, bis du wieder trockene Socken hast, egal, was das Wetter vorausagt.

Man wird unvermeidlich von der Ausrüstung abhängig. Ich habe einen Schläger mit einem extrem klebrigen Griff ausgeliehen. Dadurch trafen sogar meine härtesten Schläge plötzlich das Ziel. Die Geschichten über die Ausrüstung sind jedoch nur Nebengeräusche. Die Erinnerungen an den Padelplatz entstehen durch verrückte Ballwechsel, riskante Wandsprünge und das gemeinsame Streben nach scheinbar unmöglichen Returns.

Nach dem Spiel steigt der Reiz noch mehr, wenn auch das Lachen, lockere Rachepläne und ein oder zwei kalte Limonaden dazukommen. Personen, die nie Schlägerspieler sein wollten, enden besessen, mit ein oder zwei blauen Flecken und planen bereits ihren nächsten Besuch, bevor sie überhaupt gegangen sind. Komm einfach so, wie du bist, und der Rest passiert von selbst auf dem Padelplatz.